Im vergangenen Monat hat der S&P500 gut 6% eingebüßt. Lohnt es für Anleger nach solchen Dips in den Markt einzusteigen?

Nein, sagt Reinhard Panse. Der Chief Investment Officer von HQ Trust hat sich die Top 100 der größten Verluste des US-Aktienmarkts seit dem Jahr 1871 angeschaut. Das sind die Ergebnisse seiner Analyse:

  • „Aktien kurz nach großen monatlichen Verlusten zu kaufen, ist keine gute Idee, wenn man auf die historischen Daten schaut.“
  • „Im Schnitt rutschte der S&P 500 im Monat nach dem Kursrückgang um weitere 0,3 Prozent ab. Über den gesamten Zeitraum hinweg lag das Monatsplus dagegen bei 0,9 Prozent.“
  • „Auch nach zwölf Monaten hält die Underperformance an: Einem Plus von immerhin 10,3 Prozent im Jahr nach dem Katastrophenmonat steht ein Zuwachs von 11,2 Prozent gegenüber, wenn man alle Zeiträume einbezieht.“
  • „Auch wenn sich ein monatlicher Verlust von 6% im S&P 500 knapp 10 Jahre nach der Finanzkrise außergewöhnlich anfühlt, gab es in der Historie etliche weit schlimmere Monate: Seit 1871 verzeichnete der S&P 500 mehr als 80mal einen höheren Verlust als im Oktober 2018.“

Bitte beachten Sie zudem:
Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Die Darstellung ist keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite dienen lediglich der Information.

Quellen: Global Financial Data, Thomson Reuters Datastream, eigene Berechnungen.

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Reinhard Panse
Geschäftsführer, CIO
HQ Trust
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