Unsere „10-Jahres-Challenge“ zeigt, dass in allen Ländern die Gesamtschulden gestiegen sind. Und das zumeist sogar in allen Segmenten: bei den Staaten, den Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und den privaten Haushalten. Doch Schulden müssen nichts Schlechtes sein, sagt Reinhard Panse, CIO von HQ Trust.

Wie sich die Schulden von Staaten, Unternehmen außerhalb des Finanzsektors und Privaten Haushalten im Bezug auf das BIP entwickelt haben.

  • „Sieht man von Konsumschulden ab, sind Schulden per se nichts Schlechtes. Das gilt sowohl für Staaten wie auch für Unternehmen.“
  • „Während die private Wirtschaft in den USA die Investitionen in geistiges Eigentum seit Jahrzehnten steigert und diese weit über den Investitionen in Ausrüstung liegen, ist dies beim US-Staat genau gegenteilig.“
  • „Natürlich gibt es bei Unternehmen auch Fehlinvestitionen, per Saldo machen sie aber alles richtig. Das erkennt man auch daran, dass die Aktienwerte seit 200 Jahren mehr oder weniger kontinuierlich nach oben gehen: Die Unternehmen schaffen mit ihren Kreditaufnahmen also Wert.“
  • „Grundsätzlich könnten das Staaten auch. Aber nur, wenn sie agieren wie erfolgreiche Unternehmen und das Geld investiv einsetzen. Etwa in Bereichen wie Bildung oder Justiz – und weniger für Facharbeiterrenten.“

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Quellen: Oxford Economics, Thomson Reuters Datastream, eigene Berechnungen.

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Reinhard Panse
Geschäftsführer, CIO
HQ Trust
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